„Vom Zufall zur Krone: Wie Queen Victoria unerwartet Königin wurde“

Manchmal schreibt die Geschichte ihre eigenen Wege — und im Fall von Queen Victoria war es tatsächlich eine Kette unerwarteter Ereignisse, die sie auf den Thron brachte.
Ursprünglich war Victoria nicht dazu bestimmt, Königin zu werden. Ihr Großvater, King George III, hatte zahlreiche Kinder und Enkel — die Thronfolge schien gesichert. Besonders große Hoffnungen lagen auf Princess Charlotte of Wales, die als zukünftige Königin galt.
Doch das Schicksal nahm eine tragische Wendung.
Im Jahr 1817 starb Prinzessin Charlotte bei der Geburt ihres Kindes — ein Schock für die gesamte Nation. Plötzlich stand die Monarchie ohne direkten legitimen Erben da. In der Folge wurden die unverheirateten Söhne von George III gedrängt, schnell zu heiraten und Nachkommen zu zeugen.

Einer von ihnen war Prince Edward, Duke of Kent, Victorias Vater. Er heiratete eine deutsche Prinzessin, und 1819 wurde Victoria geboren — damals noch weit entfernt von der Krone.
Doch erneut griff das Schicksal ein.
Ihr Vater starb früh, und nach und nach verstarben auch ihre Onkel — viele ohne legitime Erben. Damit rückte Victoria unerwartet in der Thronfolge nach oben.
Am Morgen des 20. Juni 1837 änderte sich ihr Leben für immer.
Die erst 18-jährige Victoria wurde vom Erzbischof von Canterbury geweckt und darüber informiert, dass sie nun Königin des Vereinigten Königreichs sei. Von einem Moment auf den anderen trug sie die Verantwortung für ein ganzes Reich.
Und trotz ihres jungen Alters meisterte sie diese Rolle — und wurde zu einer der prägendsten Monarchinnen der Geschichte.